Der Vergleich zwischen Ostsee und Nordsee
Wer seine Ferien an der Küste verbringen möchte, hat in Deutschland die Wahl zwischen Ostsee und Nordsee. Mildes Wetter an der Ostsee oder raues Klima an der Nordsee? Es gibt noch viele weitere Unterschiede zwischen Nordsee und Ostsee, wie ihr hier erfahren könnt.
Merkmal
- Fläche:
- Volumen:
- Maximale Tiefe:
- Mittlere Tiefe:
- Salzgehalt:
- Temperatur:
- Gezeiten:
- Tidenhub:
- Küsten-
formen:
- Angrenzende
Länder:
Ostsee
- 370.000 km²
- 21.000 km³
- 459 m (Landsorttief südlich von Stockholm)
- 54 m
- 3 – 20 g/l
- 2°C (Februar) – 17°C (Juli, August)
- nur im Westen etwas vorhanden
- < 30 cm
- Schärenküste (Nord), Fördenküste (West), Bodden-/Haffküste (Süd), Kliffküste (Inseln), Ausgleichsküste (Polen, Lettland)
- Groß-Britannien, Norwegen, Dänemark, Deutschland, Niederlande, Belgien, Frankreich
Nordsee
- 570.000 km²
- 54.000 km³
- 700 m (in der Norwegischen Rinne)
- 95 m
- 15 – 35 g/kg
- 3°C (Februar) – 18°C (August)
- stark ausgeprägt
- knapp 50 cm bis über 6m
- Fjorde/ Schären/ Kliffe im Norden, Flachküste/ Wattenmeer im Süden
- Dänemark, Schweden, Finnland, Russland, Estland, Lettland, Litauen, Polen, Deutschland,
In der Ostsee ist das Wasser immer da
Die Ostsee, auch Baltisches Meer genannt (englisch: Baltic Sea) ein Binnenmeer des Atlantiks. Das bedeutet, dass es fast komplett von Land umgeben ist und nur durch eine Meerenge mit dem Atlantik verbunden ist, bei der das gegenüberliegende Ufer mit bloßem Auge zu sehen ist. Die Ostsee hat diesen relativ schmalen Zulauf zwischen Dänemark und Schweden, am Kattegat.
Daher sind auch die Gezeiten, also Ebbe und Flut, in der Ostsee mit durchschnittlich 15 cm Unterschied der Wassertiefe kaum spürbar. Denn während des Gezeitenwechsels kann nicht genug Wasser durch diese Engstelle angezogen werden. Somit ist in der Ostsee immer genug Wasser zum Baden, Segeln oder Surfen vorhanden. Die Ostsee entstand in der Weichsel-Kaltzeit vor 10.000 bis 14.000 Jahren. Sie ist somit verglichen mit der Erdgeschichte noch recht jung. Sie hat eine Ausdehnung von rund 370.000 Quadratkilometern und eine durchschnittliche Tiefe von nur 54 Metern. Die tiefste Stelle der Ostsee liegt 459 Meter unter der Wasseroberfläche.
Ebbe und Flut in der Nordsee
Als Randmeer des Atlantik hat die Nordsee Gezeiten, also Ebbe und Flut, die dort auch viel stärker ausfallen als in der Ostsee. Der Tidenhub, also der Höhenunterschied zwischen dem Stand bei Niedrig- und Hochwasser, liegt hier bei zwei bis dreieinhalb Metern. Bei Ebbe werden dann auch die Wattflächen sichtbar, die einen der größten, artenreichsten Lebensräume im westlichen Europa darstellen.
Von den Niederlanden bis Dänemark erstrecken sich rund 10.000 Quadratkilometer mit Sandbänken, Prielen, Flachwassern und Dünen, welche das Wattenmeer einzigartig machen. Daher wurde es im Jahr 2009 von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt. Die Nordsee hat sich über einen Zeitraum von zirka 350 Millionen Jahren gebildet und immer wieder verändert. Die heutige Form gibt es wie die Ostsee seit der letzten Kaltzeit. Die Nordsee ist mit 575.000 Quadratkilometern um einiges größer als die Ostsee und auch im Durchschnitt mit 94 Metern fast doppelt so tief (tiefster Punkt 725 Meter).
Salzwasser in der Ostsee
Insgesamt liegt der Salzgehalt der Ostsee viel tiefer als der der Nordsee. Am höchsten ist er mit 1,8 % im Westen des Meeres kurz hinter dem Zulauf. Im östlichen Bereich liegt er nur noch bei 0,3 %. Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf die Pflanzen- und Tierwelt. Seesterne leben zum Beispiel nur im Westen der Ostsee und für Seeigel ist sogar der dortige Salzgehalt zu gering. Sie gibt es nur in der Nordsee. Seit etwa 35 Jahren strömt nur noch etwa alle zehn Jahre sauerstoffreiches Salzwasser in großen Mengen in die Ostsee, was für die Flora und Fauna dort überlebenswichtig ist.
Küstenformen der Ostsee und Nordsee
An beiden Meeren gibt es sehr unterschiedliche Küstenformen. An der Ostsee finden sich vor allem in Schleswig-Holstein hauptsächlich Förden und Bodden, bei denen die Buchten weniger oder mehr von Land umgeben sind. Auch die Kliffküste wie sie auf Rügen bei den Kreidefelsen zu finden ist, ist ein typisches Merkmal. Die Nordsee ist von Flachland mit Sand- oder Geröllküsten geprägt.
Übrigens: Wer im Sommer insbesondere die milden Temperaturen an der Ostsee zum Baden oder für Wassersport nutzen möchte, der sollte eines unserer Ferienlager an der Ostsee oder Sprachreisen in Schubybeach oder Surendorf besuchen.
Häufige Fragen zum Unterschied von Nordsee und Ostsee
Wo liegt die Ostsee?
Die Ostsee ist ein nordeuropäisches Binnenmeer und daher fast vollständig von Land umschlossen. Sie grenzt im Norden an Schweden und Finnland, im Osten an Russland und die baltischen Staaten (Estland, Lettland, Litauen), im Süden an Polen, im Südwesten an Deutschland sowie im Wesen an Dänemark.
Wo liegt die Ostsee in Deutschland?
Die Ostsee liegt im Nordosten von Deutschland und grenzt an die Bundesländer Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Die Ostseeküste reicht von Flensburg bis zur Insel Usedom.
Wie ist die Ostsee entstanden?
Die Ostsee ist ein geologisch sehr junges Meer und entstand nach der letzten Eiszeit in mehreren Phasen:
- Während der Eiszeit (vor ca. 20.000 Jahren) war das Gebiet komplett von einem dicken Gletscher bedeckt. Dieser schürfte das heutige Ostseebecken aus.
- Mit der Erwärmung des Klimas schmolz das Eis, und vor etwa 12.000 Jahren entstand zunächst ein großer Schmelzwassersee.
- Durch Veränderungen von Meeresspiegel und Landhebung entwickelte sich das Gebiet mehrfach weiter: erst zu einem kurzzeitigen Brackwassermeer (Yoldia-Meer), dann wieder zu einem Süßwassersee (Ancylus-See).
- Vor rund 8.000 Jahren drang schließlich dauerhaft Salzwasser aus der Nordsee ein. Dadurch entstand die heutige Ostsee als Brackwassermeer.
Die Ostsee entstand durch das Abschmelzen der Gletscher nach der Eiszeit. Aus einem großen Schmelzwassersee entwickelte sie sich über mehrere Zwischenstufen zum heutigen Meer mit gemischtem Salz- und Süßwasser.
Wie tief ist die Ostsee im Durchschnitt?
Die Wassertiefe der Ostsee beträgt durchschnittlich 54 m. Der tiefste Punkt der Ostsee liegt 459 m unterhalb der Wasseroberfläche. Diese Stelle ist das Landsorttief, welches südlich von Stockholm liegt.
Ist die Ostsee ein Meer oder See?
Die Ostsee ist ein Meer, genauer gesagt ein Binnenmeer. Das heißt, sie ist (fast) komplett von Land umgeben. Da die Ostsee ein Brackwassermeer ist, also salziges Wasser hat, ist sie kein See, da diese meistens Süßwasser enthalten.
Wo liegt die Nordsee?
Die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantik im Nordwesten Europas. Sie befindet sich zwischen Norwegen und Dänemark (Westen), den Niederlanden, Belgien und Frankreich (Süden) sowie Großbritannien und Norwegen (Westen).
Wo liegt die Nordsee in Deutschland?
Die Nordsee liegt im Nordwesten von Deutschland und grenzt an die Bundesländer Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen bzw. Bremerhaven und Niedersachsen. Die Nordseeküste reicht von der Insel Sylt bis Emden.
Wie ist die Nordsee entstanden?
Die Nordsee entstand über einen langen Zeitraum durch Eiszeiten, Meeresschwankungen und geologische Bewegungen:
- Während der Eiszeiten war das Gebiet der heutigen Nordsee teils von Gletschern bedeckt, teils Festland mit Flüssen und Tundra. Der Meeresspiegel sank stark, weil viel Wasser im Eis gebunden war.
- In Warmzeiten schmolzen die Gletscher, der Meeresspiegel stieg wieder an und überflutete die Region. Dadurch wechselte das Gebiet mehrfach zwischen Land, See und Meer.
- Gleichzeitig hob sich der Norden (z. B. Skandinavien) nach dem Abschmelzen des Eises, während der Süden absank – so entstand allmählich das Nordseebecken.
- Erst vor etwa 8.300 Jahren, mit der Öffnung des Ärmelkanals, konnte dauerhaft Meerwasser vom Atlantik einströmen. Damit entstand die Nordsee in ihrer heutigen Form.
Die Nordsee entstand durch das Zusammenspiel von Eiszeiten, steigendem Meeresspiegel und geologischen Bewegungen. Aus einer wechselnden Landschaft aus Land und Wasser entwickelte sich schließlich ein Meer, das mit dem Atlantik verbunden ist.
Wie tief ist die Nordsee im Durchschnitt?
Die durchschnittliche Wassertiefe der Nordsee liegt bei 95 m. Die maximale Tiefe sind 700 m. Die tiefste Stelle der Nordsee liegt in der Norwegischen Rinne.
Wie groß ist die Nordsee?
Die Nordsee hat eine Fläche von 570.000 Quadratkilometern. Das ist mehr als anderthalb mal so groß wie Deutschland.










