Barfuß laufen – eine Wohltat für die Füße

Bei sommerlichen Temperaturen wollen Kinder viel Zeit draußen verbringen und Eis essen, sich mit Wasser nassspritzen, ins Freibad gehen und barfuß laufen. Letzteres macht nicht nur Spaß, sondern schult auch die Sinne, trainiert die Muskulatur und ist gut für die Gesundheit.

Barfuß laufen auf der Wiese

Positive Wirkung auf den Körper

Dass Barfußlaufen für kleine Kinder wichtig ist, damit sie besser laufen lernen und ihr Gleichgewicht auch auf unterschiedlichen Untergründen halten können, ist allgemein bekannt. Aber auch die Füße von größeren Kindern und selbst denen von Erwachsenen profitieren von der socken- und schuhfreien Zeit.

Die Muskeln im Fuß werden trainiert und gestärkt. So entwickelt die Fußsohle ihre natürliche Wölbung, welche durch das Tragen von Schuhen nicht immer begünstigt wird. Fehlentwicklungen der Füße, welche später zu Knie- und Rückenproblemen führen, wird so entgegengewirkt und stattdessen eine gute Körperhaltung begünstigt. Durch das Barfußlaufen nimmt man den Untergrund viel differenzierter wahr und spürt auch kleinste Unebenheiten. Diese können durch die nackte Fußsohle viel besser ausgeglichen werden. Außerdem wird die stoßdämpfende Wirkung durch die natürlichen Bewegungsabläufe noch erhöht.

Wo barfuß am besten geht

Im Park auf der Wiese, im Wald, am Strand an der Ostsee, im eigenen Garten – eigentlich ist überall in der Natur Barfußlaufen möglich. Natürlich muss man besonders in vielbesuchten Gegenden vor allem in der Stadt oder am Strand darauf achten, ob auf dem Boden spitze Gegenstände liegen, an denen man sich verletzen kann. Das müssen nicht nur Glasscherben oder anderer Müll sein.

Da die Haut von Kindern noch nicht so widerstandsfähig ist, können auch spitze Steine oder Zapfen zu kleinen Verletzungen führen. Manchmal befinden sich auch Insekten im Gras, die stechen, da sich bedroht fühlen, wenn ihnen jemand zu nahe kommt. Daher sollten Eltern immer Pflaster dabei haben. Zuhause kann man auch wunderbar barfuß laufen. Teppich, Fliesen und Laminat bieten ebenfalls neue Sinneseindrücke, wenn der nackte Fuß darüber läuft. Eltern, die Bedenken haben, dass sich ihre Kinder erkälten, wenn sie auf kaltem Untergrund ohne Schuhe oder Socken laufen, können beruhigt werden.

Wenn Kinder regelmäßig die Gelegenheit haben barfuß zu laufen, wird durch wechselnde Temperaturreize und die Arbeit der Muskeln mehr Körperwärme erzeugt und dadurch das Immunsystem gestärkt. Dann spricht man von der sogenannten Abhärtung. Schon einige Minuten Wassertreten oder laufen im Schnee kann für einige Stunden die Produktion von Körperwärme anregen.

Barfußpfade liegen im Trend

In ganz Deutschland gibt es mittlerweile Strecken, die extra dafür angelegt wurden, um auf ihnen barfuß über die unterschiedlichsten Naturmaterialien zu gehen. Wanderwege, Parks oder Fühlpfade laden die Besucher dazu ein ihre Schuhe auszuziehen. So können diese Steine, Rindenmulch, Tannenzapfen, kaltes Bachwasser und vieles mehr an ihren Füßen spüren.

Natürlich kann man solche Fühlstrecken auch selber anlegen. Vielleicht macht die Schule ein Projekt daraus. Oder für zuhause: Eltern nehmen einfach ein paar flache Kartons und füllen selbst unterschiedliche Materialien hinein. Diese können die Kinder auch selber sammeln und haben dann ein ähnliches Fühlerlebnis für die Hände.

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